Rüthen


Rüthen, dem 1200 die Stadtrechte verliehen wurden, war bis zum 15. Jahrhundert eine bedeutende Stadt im Herzogtum Westfalen und zeitweilig Sitz des Marschalls von Westfalen. Die Stadt sollte die kölnischen Gebiete gegen den Bischof von Paderborn absichern. Die Bedeutung der Stadt verringerte sich aber zusehends zum Ende des Mittelalters und sie sank zu einer wenn auch wohlhabenden Ackerbürgerstadt ab, deren Bedeutung über die umliegende Region nicht mehr hinausging.

Bereits 1553 ist eine urkundlich erwähnte Gewerbeordnung für das Bäckeramt bekannt. So musste, wer Gildemitglied werden wollte, „fromm, unberüchtigt, echt geboren sein, seine Lehre bescheinigen, dem Rath ein Mark, der Stadt einen halben Hacken geben, dem Amt eine ziemliche Kost, zur Ehre Gottes ein Pfund Wachs und Bürger werden.“ Die Rüthener Bäcker lieferten weit über die Stadtgrenzen hinaus Brot nach Büren, Brilon, Warstein, Meschede und Arnsberg.

Eine dieser Bäckerfamilien war die Familie Helle.


Weiterführende Literatur:
Bender, Joseph: Geschichte der Stadt Rüden. Werl 1848