Familie von Schwalenberg


Die Grafen von Schwalenberg hatten ihren Stammsitz auf der Oldenburg bei Marienmünster, etwa 8 km nordwestlich von Höxter. Der erste gesichterte Angehörige dieses Geschlechts war Widekind I im Jahre 1127. Nach der Entmachtung Heinrich des Löwens im Jahre 1180 entwickelten sich die Schwalenberger zum mächtigsten Geschlecht zwischen Herford und Höxter mit weiteren Besitzungen um Korbach und Waldeck. Die Familie verlor dann aber durch Erbteilung bereits im 13. Jahrhundert zusehends an Bedeutung, nachdem sich die die Pyrmonter und Waldecker Linie abgespalten hatten. Die Schwalenberger Linie erlosch 1365 mit dem Tod des letzten Grafen, dessen Besitz an die Edelherren zur Lippe und an das Fürstbistum Paderborn fiel.

Wappen der Grafen von Schwalenberg (aus Wikipedia, gemeinfrei)

Friedrich Heidenreich berichtet in seinen Warburger Stammtafeln davon, dass Mitglieder der Familie von Schwalenberg als Stadtvögte von Höxter auftraten. Diese Höxtersche Linie ist in der Literatur kaum bekannt, da sie in das städtische Patriziat absank. Die Mitglieder siegelten aber zunächst noch mit dem Siegel der Grafen von Schwalenberg. Über Nachkommen dieser Stadtvögte sind zahlreiche Familien des Patriziats der Stadt Nachkommen der Grafen von Schwalenberg, so z.B. die Familien Radolphi, Bocholt, Strolin, Sieverdes, Schlicker, Grovende, Schlüter und Derenthal.


Weiterführende Literatur:
https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Schwalenberg
Heidenreich, Friedrich: Warburger Stammtafeln. Münster 1985/86
Koch, Michael et al.: Höxter Band 2. Paderborn 2015